Pferdefutter/Pferdefütterung

Rund um das Pferdefutter

Im Folgenden möchte ich wichtige Aspekte der Pferdefütterung beleuchten, allgemein Wissenswertes zum Pferdefutter, aber auch die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Pferdes an das Pferdefutter und der verschiedenen Rassen bei der Pferdefütterung. Denn nichts interessiert uns ja mehr, als unsere besten Freunde gesund zu erhalten und dafür ist und bleibt nun mal ein gesundes Pferdefutter die Basis Voraussetzung. Natürlich gibt es von überall her gute Ratschläge zum Pferdefutter, ob in unzähligen Veröffentlichungen als Buch oder Zeitschrift oder Internet, und natürlich auch in der Stallgemeinschaft, von Freunden und Bekannten. Nimmt man alles gleichzeitig auf, führt es dann doch nur zur Verwirrung.

“Mir ging es natürlich auch schon mal so, aber das ist sehr lange her!”

Seit meine eigenen Pferde schwer erkrankten, das war Ende der 90er Jahre, habe ich mich neben der Kräuterheilkunde, Kräutern für Pferde und der Homöopathie für Pferde auch ganz intensiv mit der Pferdefütterung und dem Pferdefutter beschäftigt.
Noch einmal viele Jahre später, nämlich im Jahr 2009 entwickelte ich dann eigene Rezepturen von Pferdefutter. Mir gelang es einfach nicht, ein Pferdefutter zu finden, was meinen Ansprüchen an eine naturnahe und dem einzelnen Geschöpf gerecht werdende Fütterung genügte. Bis 2009 mischte ich daher immer verschiedene Zutaten für meine eigenen Pferde und erhielt so mein „Pferdefertigfutter“.
Da sich jedoch die Nachfragen meiner „Pferdemenschen“ nach einem natürlichen Pferdemüsli häuften und auch eine den verschiedenen Erkrankungen und Problematiken bei Pferden individuell angepasste Fütterung einen, wenn nicht sogar den entscheidenden Anteil an der Genesung hat, entstand der Gedanke, auch eigene Pferdefutter und Pferdemüsli Sorten herzustellen.

Wieviel Pferdefutter überhaupt?

Führt man sich vor Augen, dass eben nicht nur Gewicht und vier verschiedene Arbeitsintensitäten ausreichend sind, um die optimale Versorgung des Organismus zu gewährleisten, werden Futterbedarfstabellen ziemlich nutzlos oder sind bestenfalls noch ein vager Anhaltspunkt für den Futterbedarf unserer Pferde. Faktoren wie Rasse, Leistung, Konstitution, Disposition, Erkrankungen, Futterverwertung (schwer- oder leichtfutterig), Haltungsbedingungen, Alter und vieles mehr müssen zwingend bei der Pferdefütterung beachtet werden für eine individuell bedarfsgerechte Fütterung. Beispielsweise hat der stämmige Haflinger mit 550 kg Lebendgewicht völlig andere Bedürfnisse an sein Pferdefutter als der feurige Vollblüter mit 400 kg. Geht man bei diesen beiden so völlig unterschiedlichen Pferden nach einer Fütterungstabelle, hat der Haflinger am Ende mehr Pferdefutter in der Futterkrippe als er benötigt und der Vollblüter magert rapide ab. Natürlich gilt auch hier, Ausnahmen bestätigen die Regel, so kann der Haflinger natürlich einen gesteigerten Futterbedarf haben bei Erkrankung, hohem Alter oder schlechter Verwertung aufgrund von Zahn- oder Stoffwechselproblemen.
Nimmt man sich die alte Weisheit „Das Auge des Herrn füttert das Pferd“ zu Herzen und achtet immer auf den Futterzustand des eigenen Pferdes, hat man schon mal einen guten Anhaltspunkt. Maßstab ist immer die praktische Erfahrung, ein glänzendes Fell, ein klarer Blick, feste und gesunde Hufe, eine gute Kondition und ein positives Gesamtbild zeigen in der Praxis den Erfolg richtiger Pferdefütterung.

Was darf´s denn für ein Pferdefutter sein?

Basis einer gesunden Pferdefütterung ist die erstklassige Qualität aller Futtermittel, egal ob Rauh-, Kraft-, Saft- oder Ergänzungsfutter. Erinnern wir uns an die Zeiten der Wildpferde und deren Ernährung, sehen wir zu allererst die große Bedeutung einer Grundversorgung mit Rauhfutter. Auch durch die Domestikation hat sich daran nichts geändert, der Pferdedarm ist wie zu Urzeiten darauf angewiesen, ausreichende Mengen Rohfaser über das Rauhfutter aufzunehmen. Ohne ausreichende Rohfaserzufuhr verändert sich die Darmflora, also die symbiotische Bakterienwelt, ins Ungleichgewicht und es kommt zur Dysbiose.
Bei dem so wichtigen Rauhfutter, egal ob Heu oder Stroh sollte man unbedingt auf erstklassige Qualität achten, lieber etwas mehr investieren, als schlechte Qualität in Kauf zu nehmen. Sehr viele chronische Atemwegserkrankungen bei Pferden haben eine allergische Reaktion auf schlechtes Heu, dass mit Schimmelpilzen und deren Sporen belastet ist, zur Ursache. Weitere Folgen sind beispielsweise Koliken, Durchfälle, Kotwasser und Magen- sowie Darmerkrankungen.
Rauhfutter sollte den Pferden möglichst ständig zur Verfügung stehen, im Winter rechnet man als Mindestmenge täglich ca. 1,5 kg Heu je 100 kg Körpergewicht plus Stroh zur freien Aufnahme. Aber auch hier gibt es natürlich Ausnahmen: Manche Pferde vertragen kein Stroh, beispielsweise die Spezies, die zur Verstopfungskolik neigen, da sie sich den Bauch mit Stroh komplett vollschlagen. Oder auch die Dickerchen unter unseren Pferdefreunden, die alleine beim Anblick von Futter bereits dick werden. Im ersteren Falle heißt dies kein Stroh, im letzteren weniger, also dem Futterzustand angepasstes Heu.

Beim Wechsel zur Weidesaison sollte man nur langsam auf das wesentlich Nährstoff reichere Grünfutter umstellen, sonst kann es zu schweren Folgen kommen wie Koliken, Kotwasser und Durchfällen. Am besten für unsere vierbeinigen Freunde ist die ganzjährige Weidehaltung auf extensiv bewirtschafteten Kunstdünger freien Weiden. So kann der Organismus des Pferdes sich im Laufe der Jahreszeiten an die unterschiedlichen Zusammensetzungen der Futterpflanzen anpassen. Und so ersparen wir Menschen uns auch gleichzeitig das langwierige und Zeit intensive Anweiden. Leider hat nicht jeder Pferdemensch diese Möglichkeiten! Oftmals besteht auch der Bewuchs der zur Verfügung stehenden Weideflächen aus wenig bis gar keinen Kräutern, sondern fettem Weidelgras, das eigentlich als Hochleistungsgrünfutter für Mast- und Milchvieh gedacht ist. Je nach Futterzustand und Bewuchs muss bei Weidegang eine angepasste Fütterung erfolgen, je nachdem mit Reduzierung oder Weglassen des Rauh- und Kraftfutters, Weidezeit Verkürzung oder sonstigem.

“Hier heißt es wieder „Das Auge des Herrn füttert das Pferd!“

Eine natürliche Versorgung des Organismus mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen muss ganzjährig erfolgen, wenn unser Pferdefreund gesund bleiben soll. Denn der gesamte Organismus und erst recht der Pferdedarm, in dem sich ca. 80 % der Immunzellen befinden, ist ganzjährig auf natürliche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine zur Gesunderhaltung angewiesen. Durch eine Zufütterung von beispielsweise Nehls Horse Allround Kräuter-Fit wird unser Pferd ganzjährig mit den so wichtigen Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen natürlich und bedarfsgerecht versorgt.

Darf´s ein bisschen mehr Pferdefutter sein?

Jeder Pferdemensch möchte seinem besten Freund auch nur das beste Pferdefutter bieten. Meiner Meinung nach ist nur mit naturbelassenen Nährstoffen eine optimale und bedarfsgerechte Pferdefütterung und Mineralstoffversorgung möglich. Naturbelassenheit erkenne ich nur an den Inhaltsstoffen. Sind auf dem großen Zettel am Futtersack bestimmte Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Zusatzstoffen angegeben, ist das Futter nicht naturbelassen. Bei naturbelassenem Pferdefutter ist eine solche Deklaration nicht möglich, da die Mengenanteile in der Natur nun mal schwanken. Bei naturbelassenem Futter stehen daher lediglich – wenn überhaupt – ca. Werte auf dem Etikett. Synthetische Zusatzstoffe sind nicht nur schlechter verwertbar für den Pferdeorganismus, auch sind manchmal die Mengen deutlich zu hoch angesetzt, so dass es leicht zur Überversorgung mit einzelnen Stoffen kommen kann. Dies führt dann zur Überlastung von Leber, Nieren und Darm mit meist langfristigen aber auch teilweise kurzfristigen Schäden an der Gesundheit. Meist sind diese synthetischen Zusatzstoffe auch in sich nicht Mengen mäßig ausbalanciert, da eben nicht auf den individuellen Futterzustand des Individuums eingegangen wird. Auch ist es so, dass verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente untereinander „konkurrieren“, soll heißen, ein Zuviel eines Spurenelementes kann einen Mangel eines anderen auslösen. Das führt dann paradoxerweise neben einer Überversorgung auch zu gleichzeitigen Mangelzuständen. Diese Unausgewogenheit führt dann zu unspezifischen Krankheitssymptomen wie Stoffwechselproblemen, allergischen Reaktionen, Organschädigungen und Darmproblemen. Sind diese bereits eingetreten, empfehle ich, meine Kräuter für Pferde einzusetzen, beispielsweise Nehls easy Kräuter für Pferde, um den Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Fragen zum Pferdefutter? Gerne: 05642/9888826, gerne auch per E-Mail.

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