Hufrehe

hufrehe

Ich habe mich mit keiner Krankheit so intensiv beschäftigt, wie mit der Hufrehe und immer wenn ich denke, jetzt hast Du Dich  aber mit allem Wesentlichen zur Hufrehe ausführlichst auseinandergesetzt, dann bohrt sich schon wieder ein weiterer Aspekt in meinen Kopf und auch dieser muss dann natürlich noch zu Ende gedacht werden!

Weil Hufrehe für mich ein so interessantes, ja mit allen Facetten sogar faszinierendes Thema ist, schrieb ich im Oktober 2015 die Website Hufrehebehandlung.eu, in der ich meine heutige Sichtweise der Hufrehe ausführlich beschreibe und mich mit vielen Aspekten der allgemeinen Sichtweise auseinandersetze. Meine heutige Sicht der Hufrehe ist eine völlig andere als “in meinen Anfangsjahren”.  Ich therapiere Hufrehe Pferde seit Ende der 90-er Jahre und konnte in dieser langen Zeit hunderte Erfahrungen sammeln. Meine Erfahrungen und das, was ich für mich persönlich aus all diesen Hufrehe Erkrankungen mitnahm, ist das, was ich heute über Hufrehe denke und dies unterscheidet sich mittlerweile ganz extrem von dem, was man sonst so liest.

Für diejenigen, die das Thema Hufrehe wirklich interessiert, ist deshalb die Hufrehebehandlung.eu entstanden. Einen kleinen Einblick meiner Gedanken erfahrt Ihr aber bereits hier…

Was passiert bei Hufrehe im Organismus des Pferdes?

Bei einem akuten Hufrehe Schub kommt es zu Allgemeinstörungen und sehr schmerzhaften Veränderungen im Bereich der betroffenen Hufabschnitte. Symptomatisch bei Hufrehe sind weiterhin hoher Blutdruck, Gerinnungsstörungen, Fieber, Herz- und Kreislaufstörungen.

Im Vordergrund bei Hufrehe steht eine Durchblutungsstörung der Huflederhaut, welche sich aus zwei verschiedenen Mechanismen zusammensetzt: Zum einen besteht bei Hufrehe eine Gerinnungsstörung und eine Veränderung der Fließeigenschaften des Blutes.
Zum anderen besteht bei Hufrehe eine Schädigung der Gefäße selbst.

Eine Trennung ist nicht möglich, da sich beide Mechanismen bei Hufrehe gegenseitig bedingen.

Unklar ist, ob die Allgemeinstörungen durch die Hufrehe Erkrankung entstehen oder erst zu der Hufrehe, führen. Aber ich denke, dies spielt auch keine Rolle, denn Fakt ist, sie sind nun mal da!

Der hohe Blutdruck wird mitverantwortlich gemacht für das Geschehen im Huf, da längerfristig erhöhter Blutdruck die Wände der kleinen Gefäße vorschädigt und so der Hufrehe Erkrankung „Tür und Tor“ öffnet, könnte jedoch auch erst durch die Schmerzen bei Hufrehe bedingt, also während der Erkrankung entstehen. Eine Blutgerinnungsstörung führt sicher mit zur Hufrehe Erkrankung und ist vor den makroskopisch sichtbaren Veränderungen der Hufrehe vorhanden, da bewiesen ist, dass Heparin als blutgerinnungshemmendes Mittel die Entstehung der Hufrehe verhindern kann.

Im Blut eines an Hufrehe erkrankten Pferdes wird ein Absinken von Thrombozyten (Gerinnungszellen) wenige Stunden nach Ausbruch der Hufrehe Erkrankung festgestellt werden. Blutgerinnungsstörungen werden von einigen Geschlechtshormonen, Stresshormonen und Korticoiden hervorgerufen sowie auch weiter verschlimmert. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass Phenylbutazon, dass am häufigsten in der Veterinärmedizin eingesetzte Medikament bei Hufrehe, ebenfalls zu Blutgerinnungsstörungen führen kann (Quelle). Vor diesem Hintergrund kann man wohl davon ausgehen, dass es auch die Blutgerinnungsstörungen, die ja eh vorhanden sind bei Hufrehe, weiter fördern könnte. Aber nicht nur vor diesem Hintergrund sind manche Medikamente bei Hufrehe kontraproduktiv. Näheres zu Medikamenten bei Hufrehe findet Ihr auch auf meiner Hufrehe Behandlung Website.

Die Literatur bei Hufrehe beschreibt eine Minderdurchblutung im Kapillarbett, eine Ischämie. Im scheinbaren Widerspruch hierzu steht die deutlich vermehrte Blutfülle in den Hauptgefäßen der Zehe bei Hufrehe.

Die Aktivierung von Shunts (Querverbindungen zwischen Arteriolen und Venolen, die das Blut am Kapillarbett vorbei umleiten) erklärt diesen Widerspruch. Nicht eindeutig nachgewiesen ist, ob Shunts von Endotoxinen oder körpereigenen Hormonen aktiviert werden, wenn das Kapillarbett geschädigt ist. Diskutiert wird auch erst das Abklemmen der Venolen, wodurch das Kapillarbett einmal voll Blut laufen würde, bevor dann nichts mehr geht (Hämorrhagie).

Die Durchblutung im Kapillarbett kommt jedenfalls zum Erliegen. Mehr oder weniger Blutflüssigkeit tritt bei Hufrehe ins Gewebe aus und es entsteht ein Ödem. Zum Teil verlassen auch feste Blutzellen das Gefäßbett bei Hufrehe und es entsteht eine Blutung. Es entsteht ein sehr starker Druck im Huf. Die austretende Flüssigkeit erzeugt im Huf, der ja durch die feste Hornkapsel nicht dehnbar ist, einen massiven Druckschmerz. Dieser Druck verengt die kleinen Gefäße, in denen die Durchblutung nicht mehr funktioniert, weiter.

Erliegt die Durchblutung eines Bereichs bei Hufrehe vollständig, stirbt das Gewebe ab, es entsteht eine Nekrose.

Dieses sich angeblich “immer mehr verselbständigende Herdgeschehen” bei der Hufrehe ist laut Veterinärmedizin im weiteren Verlauf verantwortlich für Hufbeinsenkung, Hufbeindrehung (Rotation) und im schlimmsten Falle für das Ausschuhen (Verlust durch vollständige Lösung/Zusammenhangstrennung der Hornkapsel).

Dies sehe ich heute, was die Hufbeinsenkung und Hufbeinrotation betrifft, anders. Eine Erläuterung hier würde jedoch wirklich zu weit führen, weil man vorher eine ganze Menge anderer Faktoren, verstehen muss, daher erkläre ich dies ausführlich auf der Hufrehebehandlung.eu

Geht man nach der allgemeinen Lehrmeinung, ist übrigens auch so gut wie jede Hufrehe chronisch, denn chronisch wird mit der Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung verknüpft (also sobald Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung diagnostiziert werden redet die Literatur von chronisch bei Hufrehe…). Meine Patienten bringen fast immer Röntgenbilder als Dokumentation von Hufbeinsenkung und/oder Hufbeinrotation mit. Ich teile diese “chronisch Definiton” keineswegs. Denn ein akuter Schub ist nun einmal akut und eben noch nicht chronisch. Chronisch wird er dann, wenn er nicht geheilt wird bzw. wenn immer wieder Schübe auftreten (für mich jedenfalls..).

Ständig erreichen uns neue Hiobsbotschaften über mögliche Verursacher: Eiweiß, Energie, Stärke, Zucker oder Fruktane?

Oder nichts dergleichen im wahren Pferdeleben?

Es gibt ständig neue Auslöser und Ursachen und letztlich sind sie alle nur auf Sandburgen gebaut … denn weiterhin ist vieles – sehr Vieles – bei Hufrehe ungeklärt…

Bei der Hufrehe Erkrankung sind alle oben genannten Auslöser und Ursachen keineswegs Praxis bezogen festgestellt worden. Alle oben genannten Auslöser wurden durch völlig sinnlose “Studien” ermittelt, in denen Pferden jeweils Überdosierungen in einer einzigen Dosis zugeführt wurden. Diese Mengen jedoch würde kein Pferd in einem “normalen Pferdeleben” zu sich nehmen und schon gar nicht auf einmal, da es Tage benötigen würde, um diese Mengen zu fressen. Und selbst dann würde es alle “Auslöser” noch in natürlicher Form – und nicht wie in den Versuchen in synthetisch hergestellter Form – aufnehmen und diese natürliche Form wird ganz anders verstoffwechselt, weil natürliche Substanzen auch immer noch viele andere Stoffe enthalten, beim Fruktan z. B. in Form von Gräsern (= Rohfaser u. a.).

Wir Menschen möchten aber halt immer und für alles eine Erklärung haben und genau hierauf baut sich die ganze Hufrehe Problematik auf. Statt man ehrlich sagt, wir wissen nicht genau, welche Auslöser und Ursachen es gibt und schauen uns das betroffene Pferd einmal von Kopf bis Fuß an, werden sie „einfach an den Haaren“ herbeigezogen.

So finden viele – wie ich meine – unnötige Pferdeversuche statt, in denen den Pferden beispielsweise Protein, Fruktan, Zucker, Insulin, Inulin oder Stärke mit einer Nasenschlundsonde oder Magensonde in synthetischer Form und in „einer Portion“ in solch hohen Mengen eingegeben werden, wie sie im wirklichen Pferdeleben komplett unreal sind. Dass die meisten Pferde dieser Versuche entsetzlich leiden und nach Abschluss dieser „Studie“ eingeschläfert werden, versteht sich wohl von selbst…

Beispielsweise zeigte eine Studie, dass ein 500 KG Warmblutpferd 3 Tage ununterbrochen Gras fressen müsse, damit die im Versuch ermittelte Hufrehe auslösende Fruktanmenge von 7,5 g aufgenommen wird. Und dann würde dieses Pferd ja diese Fruktanmenge noch in natürlicher Form zu sich nehmen und hiermit würde diese komplett anders (besser und bedeutend langsamer, da sie ja auch erst im Verdauungstrakt aufgespalten wird…) verstoffwechselt, weil Gräser erst aufgeschlossen werden müssen und auch viel essentielle Rohfaser enthalten, die für den Pferdedarm unerlässlich ist. Diese hohe und auf einmal verabreichte Menge synthetischen Fruktans hat bei allen „Versuchspferden“ Hufrehe ausgelöst und somit war als Auslöser das Fruktan nicht nur im Gespräch, sondern inzwischen soweit in aller Munde, dass Rehepferde keinerlei Weidegang mehr bekommen. Es ist inzwischen geradezu verpöhnt, das Rehepferd auf die Weide zu lassen.

Und warum das alles? Wegen dem bzw. den Fruktanversuch/en, der/die im Internet überwiegend “aufgepuscht” dargestellt wird/werden und fälschlicherweise dann so interpretiert werden, dass Fruktan Hufrehe Auslöser ist, Punkt! Dass diese Studie jedoch zu dem Schluss kam, dass Fruktan in der Praxis kein Hufrehe Auslöser ist, bleibt ungesagt! Natürlich gibt es auch weitere Studien zum Thema Fruktan, die zum Teil auch zu anderen Schlüssen kommen. Teilweise auch aus dem Ausland, diese sind für uns jedoch nicht relevant, da unsere Pferde ja deutsches Gras fressen und auf deutschen (nicht z. B. auf australischen Weiden) grasen.

Ebenso oder zumindest ähnlich Praxis fern verhalten sich auch die anderen Studien zu den bekannten angeblichen Auslösern von Hufrehe, die über die Jahre auch immer einmal wechseln oder weiter ergänzt werden.

Auch werden Krankheiten wie das Equine Cushing Syndrom, EMS oder neuerdings sogar Borreliose und Eperythrozonoose als Auslöser und Ursachen der Hufrehe benannt. Beschäftigt man sich eingehend mit ECS und EMS stellt man fest, dass bereits die Blutuntersuchungen spekulativ sind (dies übrigens auch bei Borreliose, siehe hier…), aber man findet darüber hinaus auch noch weitere stichhaltige Argumente, die ECS und EMS bei den meisten Pferden als Ursache ausscheiden lassen. Eperythrozonoose halte ich für gar nicht erst erwähnenswert in Bezug auf die Hufrehe.

Gleich wo man hinschaut, bei Hufrehe findet man sehr wenig wirkliche Praxis, aber sehr viel Pseudopraxis, Pseudokrankheiten, Pseudoblutwerte und Theorie…

Schau ich ins Internet zum Thema Hufrehe, würde ich am liebsten „Hilfe“ schreien. Ein Pferdemensch stellt Hufbilder in ein Forum, auf denen jeder „Blinde“ sehen sollte, dass die Zehen viel zu lang sind und die Hufsituation insgesamt desolat ist, aber die Diskussion der „Forenfachleute“ bezieht sich darauf, dass das Pferd zu dick ist, dringend ein EMS und ECS Test durchgeführt werden muss, man möglichst zusätzlich auch auf Borreliose testen sollte, das Heu von Stund an mindestens 1 Stunde gewässert werden muss, Mineralfutter so und so zu füttern ist, weil nur dies die bei Hufrehe „lebenswichtigen“ Mineralstoffe und Spurenelemente in für das Hufrehe Pferd bioverfügbarer Form enthält und speziell Hufrehe technisch zusammengesetzt ist … und in diesem Tenor geht es seitenweise weiter…

Niemand, wirklich niemand schaut mal auf die desolaten Füße, obwohl die Hufbilder groß und breit im ersten Thread des Users die erste Seite vollkleistern.

Diese „Abhandlung der Hufrehe“ spiegelt unsere derzeitige Sichtweise auf die Hufrehe Erkrankung und ist allgemein verbreitet!

Man liest überall das Gleiche ohne jedwede Ausnahme. Wir konzentrieren uns heute einzig und allein auf das „Innere“ des Pferdes. Wir gehen grundsätzlich und generell davon aus, dass Hufrehe eine vom Menschen selbst verursachte Zivilisationskrankheit ist und vergessen dabei ganz und gar, uns auch einmal das Wesentliche anzuschauen: Die Hufe selbst!

Mein Problem war nie, den akuten Hufreheschub zu heilen, die Entzündung bekommt man meiner Erfahrung nach schnell und sehr effektiv (in der Regel und in meiner Praxis..) mit meiner Homöopathie und meinen Kräutern bei Hufrehe reguliert. Mein Problem begann meist in dem Moment, in dem die Maßnahmen an den Hufen die falschen waren und – langfristig gesehen – keine Optimierungen der schlechten Hufsituation durchgeführt wurden. Denn diese Pferde und Ponys erkranken immer wieder früher oder später an Hufrehe.

Die ersten Jahre hätte ich das so erklärt: Die Disposition auf Hufrehe bleibt ein Leben lang bestehen … viele Pferde erkranken somit immer wieder. Heute würde ich sagen: Wenn die Hufsituation nicht langfristig und dauerhaft optimiert wird, erkrankt jedes Pferd wahrscheinlich wieder an Hufrehe (wenn nicht an Hufrehe, dann garantiert an anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthrose, Hufrollenentzündung, Hufgelenksentzündung oder anderen).

Und genau da setze ich mit der Hufrehebehandlung.eu an und schildere meine Erfahrungen aus der Praxis und wie ich diese vielen hunderte von Hufrehefällen für mich “schlüssig” und logisch nachvollziehen kann, und zwar aus der Praxis und nicht aus der Theorie heraus. Ich habe hunderte von Krankengeschichten gehört, tausende Mails verzweifelter Pferdemenschen gelesen und mich so ganz intensiv und täglich mehrmals mit der Hufrehe auseinandergesetzt. Alles begann, als mein eigenes Pferd in den 90-er Jahren an Hufrehe erkrankte. Dies war für mich der Grund, mich intensiv und mit ganzem Herzen dem Thema Hufrehe zu widmen. Ich entwickelte damals eigene homöopathische Therapien und Kräuter bei Hufrehe, ich beschäftigte mich eingehend mit der Fütterung bei Hufrehe, ich absolvierte eine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und gründete das Tierheilkundezentrum. Das alles ist lange her und seither habe ich natürlich weitreichende Erfahrungen – zwar nicht nur, aber insbesondere auch – zur Hufrehe Erkrankung sammeln können.

Auch ich war sehr lange nur auf die innerlichen Gründe der Hufrehe fokussiert, machte mir jedoch mehr und mehr Gedanken über die Hufsituationen der betroffenen Pferde. Umso mehr Huffotos ich in all den Jahren erhielt, desto mehr fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Hufrehe ist nichts anderes wie eine nichteitrige Entzündung der Huflederhaut. Warum also sehen wir beim Begriff Hufrehe nicht das eigentliche Problem? Die Hufe!

Ich habe in den Jahren für mich sehr viel mitgenommen und immer wieder dazu gelernt und dieser Lernprozess wird sicher nie zu Ende gehen. Wie gesagt, früher war ich ebenso wie alle anderen ganz allein auf die innerlichen Ursachen fokussiert, ich habe auch geglaubt, dass Hufrehe eine Wohlstandskrankheit oder eine Zivilisationskrankheit ist, die durch uns Menschen verursacht wird, ich habe so vieles geglaubt, von dem ich mich heute frage, wo ich eigentlich die ganzen Jahre meinen Verstand gelassen hatte … Ich will jetzt nicht sagen, dass alles, was ich viele Jahre glaubte verkehrt war, aber von allem, was ich glaubte zu wissen ist heute nur noch eines übrig geblieben, dies ist meine Meinung zur Fütterung bei Hufrehe und zur Homöopathie bei Hufrehe, kurz gesagt: meine “innerliche” Therapie bei Hufrehe (die ja auch eigentlich und eigentlich auch ausschließlich mein “Part bei Hufrehe” ist..). Meine ganze Sichtweise auf die Hufrehe Erkrankung selbst mit all den vielen Facetten, die sie hat, hat sich jedoch um 180 Grad gedreht. Dies war ein langer Lernprozess mit ganz vielen Erfahrungen, ich habe meine Sicht immer wieder überprüft und überdacht, doch heute denke ich, dass das, was ich heute denke, meine richtige Sichtweise auf die Hufrehe Erkrankung ist. Irgendwann habe ich angefangen, alles, was uns die Veterinärmedizin zum Thema Hufrehe erzählt, für mich logisch nachzuvollziehen und für mich erschloss sich die Logik einfach nicht. Da habe ich dann angefangen, Erkärungen zu suchen und vieles erschien mir Praxis fern, vielgestaltig, spekulativ und überhaupt nicht schlüssig.

So begann ich beispielsweise, Röntgenbilder meiner Patienten zu vergleichen und es fiel mir wie Schuppen von den Augen: Das Maß für die Diagnose Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung schlechthin stellt nicht der Knochen, sondern ganz allein die äußere Hufkapsel dar. Anhand des Abstandes zur äußeren Hufkapsel wird die Rotation berechnet, heißt im Umkehrschluss, ist die Zehe zu lang, ist das Hufbein “rotiert”, denn der Abstand zur Hufwand ist ja das Maß, nachdem die Rotation berechnet wird, nicht der Knochen! Gemessen und beurteilt wird die Winkelung der – äußerlichen – Hornkapsel und der Winkel, den das Hufbein zur – äußerlichen – Fußungsfläche (also Sohle..) einnimmt. Und das heißt ja im Umkehrschluss: Hat die äußere Hornkapsel nicht den richtigen Winkel zum innerlichen Knochen, also dem Hufbein, was ja alleine an der Hufbearbeitung liegt, dann sprechen wir von Hufbeinrotation und Senkung. Ist die äußere Hornkapsel indes gut bearbeitet, dann stimmt auch der Winkel zum Hufbein!

Hufrehe wird generell als ein sich verselbständigendes Geschehen gesehen, doch sind es meist wir Menschen, die das Geschehen der Hufrehe fördern. Und zwar nicht, indem wir unsere Pferde überfüttern, sondern indem wir falsche Maßnahmen an den Hufen durchführen, die die Hufrehe überhaupt erst auslösen und dann noch fördern. Bekommt das Rehepferd beispielsweise eine falsche Hufbearbeitung oder einen Rotation und/oder Senkung fördernden Hufbeschlag, dann sagen wir nicht, dass die Hufbearbeitung bzw. der Hufbeschlag falsch war und die Prozesse der Hufrehe förderte, nein, wir schieben die Schuld einfach aufs Pferd. Dann heißt es:” wir konnten die Hufrehe nicht stoppen, sie verselbständigte sich!” Statt also zu fragen, was haben wir falsch gemacht, warum ist die Rotation weiter vorangeschritten, “verselbständigt sich alles” und wir Menschen sind ganz unschuldig an diesem Geschehen! Wann wachen wir endlich auf? Wann sehen wir endlich, dass wir einen Fehler gemacht haben und die Prozesse durch unseren Fehler erst ausgelöst und dann noch gefördert haben?

Weil ich sehr viel zum Thema Hufrehe geschrieben habe, werdet Ihr wohl immer wieder auf “alte Artikel” von mir im Internet stoßen, Ihr werdet sehen, ich dachte einmal genauso wie Ihr über die Hufrehe und plapperte auch Original getreu nach, was man in der Veterinärliteratur so findet. Daher: nicht wundern, wenn Ihr die alten Artikel von mir zur Hufrehe lest, ich war auch einmal “einer von Euch” und glaubte das, was man so alles liest, ich dachte beispielsweise auch, die Hufrehe ist überwiegend auf die bekannten Auslöser und Ursachen zurückführbar und wenn überhaupt, dann nur in ganz wenigen Einzelfällen auf eine falsche Belastung oder besser gesagt: auf eine falsche Hufsituation. Heute denke ich umgekehrt: Die Hufrehe ist ganz selten innerlich begründet und in der stark überwiegenden Zahl ganz allein (manchmal aber auch nur zum Teil..) in der lokalen Hufsituation zu finden, was jedoch nicht heißt, dass die Fütterung bei der Hufrehe Therapie nicht berücksichtigt werden muss und was auch keineswegs heißt, dass die Hufrehe nicht als Sofortmaßnahme “innerlich” behandelt werden muss. Langfristig jedoch muss eine gute Hufsituation hergestellt werden, damit unser Pferd auch dauerhaft “Hufrehe frei” bleibt! Denn nur eine gute Hufbearbeitung sorgt dafür, dass der Winkel äußere Hufwand zum Hufbein auch passt!

Wir alle müssen lernen, die Hufrehe ganzheitlich zu sehen und können nicht länger blind für die vielen desolaten Hufsituationen sein, die meiner Erfahrung nach der Hauptauslöser des akuten Hufreheschubes und erst recht der chronischen Hufrehe sind. Selbstverständlich gibt es auch innere Ursachen und Auslöser, diese sind jedoch die Ausnahme, nicht die Regel!

Viele meiner Hufrehe Patienten waren austherapiert und ihre Menschen hatten alles versucht, um ihren geliebten Vierbeinern zu helfen, bevor sie den Kontakt mit mir aufnahmen. Die Pferde wurden auf strikte Diät gesetzt, Weidegang war tabu, es gab sämtliche “Hufmaßnahmen” im Vorfeld, oft Medikamente für ECS oder EMS und es wurde alles umgesetzt, was laut gängiger Lehrmeinung umzusetzen ist, und was hat`s geholfen: Überhaupt nichts!

Vor dem Hintergrund, dass unsere heutigen “gängigen” Maßnahmen so erfolglos bleiben, müssen wir uns einmal ernsthaft überlegen, ob ein Umdenken und eine andere Sichtweise der Hufrehe nicht eine wirkliche Chance wäre, die Hufrehe Erkrankungen endlich minimieren zu können und endlich auch veterinärmedizinisch erfolgversprechender behandeln zu können!

Wir müssen lernen, aber wann fangen wir damit an?

Meine ganzheitliche Behandlung der Hufrehe

Mein Weg bei Hufrehe ist ein konsequent ganzheitliches Vorgehen im Wege einer homöopathischen Therapie, die entweder individuell aufgrund der Biofeld-Haaranalyse von mir ausgearbeitet wird oder im Wege der Komplementärhomöopathie mit Nehls Vet Komplex Nr. 2, Nr. 4, Nr. 5 und ggf. Nr. 7 durchgeführt wird. Grundsätzlich setze ich bei jeder Hufrehe schnellstmöglich Nehls Rehe-Ex und Hufelexier ein, besteht die Hufrehe länger als 4 Wochen oder ist besonders massiv, zusätzlich Nehls Lauf-Fit und Nehls Muskel-Stark.

Bei sehr mäkligen Pferden, die Kräuter nicht gerne fressen, setze ich anhand der Akzeptanz die fast geruchs- und geschmacksneutralen Nehls easy flüssigen Kräuter ein. Bewährt hat sich Nehls easy Rehe, Nehls easy Huf und Nehls easy Knochen, Gelenke, Sehnen & Muskeln für mäklige Pferde, da Akzepanzprobleme bei den easy Produkten ausgeschlossen sind. Die Nehls easy flüssigen Kräuter können unbemerkt dem Pferdefutter untergemengt werden und werden somit anstandslos mitgefressen.

Als Krippenfutter hat sich Nehls Pony Futter, Nehls Pferdefutter Rehe, Nehls Horsewellness-Cobs oder eines meiner Getreide freien Pferdemüslis bewährt. Heu füttere ich nach Futterzustand, d. h. bei Übergewicht ca. 1 KG pro 100 KG Pferdegewicht pro Tag, bei Normalgewicht 1,5 – 2 KG pro 100 KG Pferdegewicht pro Tag und bei dünnen und mageren Pferden und Ponys zur freien Verfügung.

Schnellstmöglich schaue ich außerdem, dass die Hufsituation optimiert wird. Dies geht in der Regel nicht gleich, da die Pferde kaum einen Huf geben können, daher beginne ich erst mit dem Oben Genannten. Sobald sich die Lage dann etwas entspannt und die Pferde wieder die ersten Schritte gehen können, beginne ich mit der Sanierung der Hufsituation. Für Pferdemenschen, die Hilfe bei der Optimierung der Hufsituation benötigen, biete ich meine Hufanalyse und Bearbeitungsempfehlung an, welche anschaulich mit Bildmaterial und Videos verdeutlicht, worauf individuell zu achten ist und welche “Baustellen” wie behoben werden können. Mein Konzept ist effizient, einfach durchzuführen und sehr erfolgreich. Zudem treten keinerlei schädliche Nebenwirkungen auf und alle Pferde können zukünftig wieder ganz normalen Weidegang genießen ohne jedwede Einschränkungen. Gerne könnt Ihr Euch an mich wenden, wenn Ihr Hilfe benötigt oder Fragen zu meiner Behandlung bei Hufrehe habt!

Fakt ist, dass die Therapie der Hufrehe erst einmal schnellstmöglich und grundsätzlich, gleich, worin Auslöser und Ursachen liegen, innerlich erfolgen muss, bevor lokal Optimierungen der Hufsituation durchführbar sind. Sehr gute Erfahrungen bestehen im Tierheilkundezentrum mit der naturheilkundlichen Therapie der akuten Hufrehe. Meinem Verständnis nach ist eine naturheilkundliche Hufrehebehandlung sehr effektiv und sehr erfolgreich und eine echte Chance für jedes von Hufrehe betroffene Pferd. Ich bin immer wieder selbst überrascht, wie tiefgreifend und schnell die Wirkung eintritt und bin wirklich 100 % überzeugt von den vielen erfolgreichen Therapien, wie sie ja auch unter meinen Erfahrungsberichten nachlesbar sind. Bei der naturheilkundlichen Therapie der Hufrehe spielt es übrigens keinerlei Rolle, ob es sich um eine mechanisch oder innerlich ausgelöste Hufrehe handelt, beide Formen sind gleich gut therapierbar und die Chancen für ein wieder voll belastbares und gesundes Pferd stehen ebenfalls gleich gut. Dies stelle ich im Rahmen meiner naturheilkundlichen Therapien mittels Biofeld-Haaranalyse immer wieder fest und dies bestätigt sich täglich auch aufs Neue.

Bei der Therapie der Hufrehe steht immer und grundsätzlich die Eindämmung der Entzündung, die Durchblutungsförderung, die Entgiftung und Ausleitung im absoluten Vordergrund. Gelingt es, die Entzündung zum Abklingen zu bringen, die Durchblutung zu fördern (die bei der Hufrehe stark eingeschränkt ist, entweder gleich oder nach einigen Stunden/Tagen..) und die Ausscheidung von Entzündungsprodukten anzukurbeln, so stillen wir ganz automatisch den Schmerz (der ja aufgrund der Entzündung entsteht..) und die Therapie verläuft erfolgreich, was das Innere betrifft. Optimieren wir dann in Folge noch dauerhaft die Hufsituation haben wir ein dauerhaft “Hufrehe freies” Pferd und dies bei einem “ganz normalen Pferdeleben”. Dies ist der Vorteil meiner ganzheitlichen Sicht auf die Hufrehe, diese befähigt zur wirklichen Heilung und ist keineswegs ein Übertünchen der Hufrehe Symptome, wie es leider allzu häufig stattfindet.

Nur ein konsequent ganzheitliches Vorgehen kann sich dauerhaft bei Hufrehe bewähren, denn unser Pferd muss dauerhaft in die Lage versetzt werden gesund zu bleiben!  

Hufrehe – Erfahrungsbericht einer 13-jährigen Islandstute

Lowis einzeln

Diagnose: Hufrehe, der Albtraum eines jeden Pferdebesitzers…

Anfang Oktober 2015 bekam meine Islandstute „Lowis“ einen sehr heftigen Hufreheschub.

Die Tierärzte verabreichten ihr Schmerzmittel, Entzündungshemmer (Phenylbutazon) und Blutverdünner (Heparin). Ich ließ auch einen Aderlass machen, der jedoch nicht den gewünschten Erfolg zeigte. Und Hufverbände wurden angelegt.

Nach wochenlanger Behandlung stellte sich nicht wirklich eine Besserung ein. Anfang November verschlechterte sich ihr Zustand so sehr, dass ich mich entschloss sie in die Klinik zu bringen. Doch auch hier wurde nach weiteren Wochen (insgesamt 5) der Behandlung mit, unter anderem Phenylbutazon und Heparin bei absoluter Boxen -Ruhe kein zufriedenes Ergebnis erreicht.

Sie hatte immer wieder starke Schmerzen, es glich einer Achterbahnfahrt die nicht enden wollte. Nach den Medikamenten ging es ihr 1 -2 Tage etwas besser, danach wieder schlecht. Dies wiederholte sich ständig. Lt. Röntgenbilder hatte sie eine Hufbeinrotation, links 12° und rechts 11,5°. Die Hufe wurden so korrigiert das die Rotation zwar auf 2-4° verringert war, doch danach hatte das Pferd keine Trachten mehr was für den eh schon sehr schmerzhaften Reheschub nicht dienlich war, sondern kontraproduktiv. Es „fuhr“ ständig hin und her, leider mit der Tendenz nach unten.

Röntgenbilder Lowis

Sie war dann lt. Klinik austherapiert.

Mitte Dezember 2015 entschloss ich mich das Pferd heim zu holen und hatte, ca. 2 Wochen vorher, bereits mit Fr. Nehls Kontakt aufgenommen. Dem Pferd ging es sehr schlecht.

Ich war sehr besorgt um mein Pferd. Fr. Nehls reagierte sehr schnell – sofort nach der Auswertung der Bioresonanz hatte sie mir einen Plan erstellt was Lowis bekommen sollte. Auch habe ich eine ausführliche Hufanalyse von ihr erstellen lassen, die sehr nützlich war und ist und mir als Pferdebesitzerin viele Wissensdefizite (was das sehr wichtige Ausscheidungsorgan „Huf“ betrifft) klar werden ließ.

Lowis vorne links

Lowis vorne rechts

Lowis bekam bis zu dieser Zeit immer noch Phenylbutazon , was für mich nach allen Anschein nach, eine „Schraube“ nach unten war. Ende Dezember habe ich auf eigene „Faust“ Phenylbutazon abgesetzt und nur noch nach Plan von Fr. Nehls ihre Mittel verabreicht.

Mal ging es ihr 1 – 2 Tage besser – dann wieder schlecht bis sehr schlecht-wieder besser – wieder schlecht…


Aus meinem Umfeld wurden die ersten Stimmen „laut“-ob dieses Pferd noch mal wird? Ob die jemals wieder laufen kann???

An dieser Stelle mag sich so manch einer Fragen: warum das Pferd so lange leiden lassen?

Weil mein Pferd sich selbst nicht aufgab, täglich haben mir ihre Augen und Körpersprache „gesagt“ das sie kämpft mit allem was sie noch konnte. Natürlich ist hier eine gewisse Nervenstärke vom Besitzer gefragt und glaubt mir, es war auch für mich nicht einfach.

Trotz allem, hört in Eure Pferde „hinein“. Denn wenn das Pferd selbst nicht aufgegeben hat, lohnt es sich um so mehr um und mit dem Tier zu kämpfen.

Fr. Nehls hatte kurze Zeit später eine individuelle Kräutermischung( ich nenne diese Mischung: Hexen-Zaubertrank .) für Lowis erarbeitet. Und nach dieser Mischung, konnte ich langsam eine stetige Besserung am Pferd erkennen. Zusammen mit der Kompetenz von Fr. Nehls und ihren genialen, speziellen, Mitteln haben wir es geschafft, dem Pferd Lowis wieder ihre Lebensqualität zurück zu geben.

Hier möchte ich noch erwähnen, dass eine korrekte Hufkorrektur mindestens genauso wichtig ist, wie alles andere. Den letzten Schliff, hat Lowis (von Fr. Nehls empfohlen) Herr Biling Rainer (Hufpfleger) mit sehr guter, ausgezeichneter, filigraner, Arbeit gegeben. Achtet auch unbedingt hier darauf, wem ihr Euer Pferd mit Hufrehe anvertraut.

Im Zusammenspiel von den einzigartigen Produkten von Fr. Nehls und korrekter Hufbearbeitung geht es Lowis wieder sehr gut. Sie hat weder Beschlag noch Hufschuhe und trotz des heftigen Schubes eine erstaunlich gute Hufqualität. Die aktuellen Videos, glaube ich, sprechen für sich. Sie ist zurück im Leben!

Der Schub dauerte insgesamt ca. 6 Monate.

Leider kann ich in meinem Bericht nicht alle kleinsten Details erwähnen, das würde den Rahmen sprengen.

Aber ich hoffe sehr, ich kann mit dieser Erfahrung dazu beitragen, dass vielen Pferden mit dieser Krankheit geholfen werden kann.

Liebe Pferdefreunde-Besitzer!

Habt Geduld, Mut und Kraft, gebt nicht zu früh auf, kämpft mit und um Eure Pferde – diese wunderbaren Fellnasen haben es mehr als verdient um sie zu kämpfen!

Lasst Eure Pferde nicht zu früh einschläfern!

Und als letztes möchte ich noch ein sehr, herzliches, Dankeschön an Frau Nehls richten für ihre großartige Arbeit und Produkte. Ich bin mir sicher ohne sie hätte mein Pferd den Schub nicht überlebt.

Euer Pferdefreund

Dein Pferd hat Hufrehe, was nun?

Hufrehe Hufrehe

Hufrehe

 Was hast Du davon? Ein dauerhaft “Hufrehe freies” Pferd!

Hufrehe