“BIO” wird immer beliebter bei den Konsumenten.
Warum greift der Mensch verstärkt zu BIO-Produkten? Haben diese Leute zu viel Geld, sind das alles nur “Öko”-Freaks? Nein! Immer mehr Menschen wissen spätestens seit den zahlreichen Lebensmittelskandalen, wie heutzutage viele Produzenten (nicht selten mit extremer krimineller Energie) versuchen, den besten Reibach zu erzielen.

Auch bei meinen Kunden nimmt das Qualitätsbewusstein zum Glück immer mehr zu. Denn wenn schon bei Nahrungsmitteln für Menschen gepanscht, gefälscht, manipuliert und zusammengerührt wird, wie sieht das dann vermutlich erst bei den Tierfuttermitteln aus? Was meine Kunden von mir nicht (!) wollen, ist genau das, was ich auch nicht (!) anbieten will: Produkte “reich an” synthetischen Zusätzen, ob nun in Form von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen etc., alles oft in keinem sinnvollen Verhältnis zueinander und zudem noch “raffiniert abgeschmeckt” mit einer kräftigen Dosis Schadstoffen. Zahlreiche Pferde, Ponys oder Esel, die mir als Patienten vorgestellt werden, wurden vermutlich mit solchen Futtermitteln, davon bin ich überzeugt, über lange Zeit systematisch krank gefüttert.

Kann ich diese “ungeheuerliche Vermutung” belegen oder gar beweisen? Nö, wie denn? Denn wie bei der falschen Ernährung des Menschen ist auch die falsche Fütterung von z. B. Pferden nur ein einzelner Baustein bzw. nur ein Katalysator für spätere komplexe Erkrankungen. Wer will nach einer langfristigen Entwicklung später das Krankheitsbild noch kausal mit den verwendeten (Zusatz-)Futtermitteln in Zusammenhang bringen oder gar die Urheber dingfest machen? Ist ebenfalls alles wie beim Menschen: Krebserkrankungen, irritierte Immunsysteme, Antibiotika-Resistenzen usw. usf. – auch hier werden Sie niemals eine konkrete Verantwortlichkeit in der Lebensmittelindustrie zu fassen bekommen. Aber das ist jetzt gar nicht mein Thema.

Mein Problem war: Meine Kunden wollten hochwertige Produkte und ich wollte sicher sein, dass ich Ihnen diese auch wirklich anbiete. Als Tierheilpraktikerin konnte und wollte ich mich nicht darauf verlassen, was mir Lieferanten versprachen oder was mir hübsche Etiketten suggerieren sollten. Nachprüfen konnte auch ich das, was schon zusammengewurstelt war, sowieso nicht. Und forschte ich mal kritisch nach, musste ich leider nur zu oft feststellen, dass letztlich weniger Qualität drin war als mir versprochen wurde. Zudem steht man sowieso ziemlich auf dem Schlauch, wenn man auf dem aktuellen Markt unbelastete, erstklassige Qualität als Fertiglösungen beziehen will, die zudem noch rohfaserreich und zuckerarm sind und bei denen die Zutaten sinnvoll kombiniert werden.

2009 hatte ich die Nase endgültig voll und entwickelte meine eigenen Produkte! Kritisch beäugt und nicht selten engagiert bekämpft von diversen Anbietern konventioneller Produkte begann ich mit dem Einkauf von Rohstoffen höchster Qualität (Ph.Eur. Qualität). Noch bevor sie zum fertigen Produkt zusammengebaut werden, müssen diese Bestandteile heute strengste Kontrollen über sich ergehen lassen. Erst wenn Pestizid- und Schwermetall-Screenings mittels GC/MS durchlaufen sind, bei denen rund 395 verschiedene Pestizide oder Schwermetalle entlarvt werden können, und erst, wenn klar ist, dass die Chargen höchstmögliche Reinheit und Toxinfreiheit aufweisen, dürfen diese Rohstoffe in meine Produkte. Da muss ich jetzt bestimmt auch nicht och besonders erwähnen, dass wir natürlich auch nicht aus radioaktiv belasteten Gebieten einkaufen. Aber das alles reicht nicht. Die Zutaten rührt man nicht einfach zusammen, sondern das Mischungsverhältnis muss mit dem korrespondieren, was sich in vielen, vielen Jahren praktischer Erfahrung in der Tierheilkunde als sinnvoll und ernährungsphysiologisch optimal bewährt hat.
Meine Produkte und natürlichen Vitalstoffmischungen müssen natürlich ebenfalls den höchsten Qualitätsstandards (Ph.Eur. Qualität) entsprechen. Gerstenflocken, Haferflocken, Dinkelflocken, Maisflocken – so etwas wird genau dort besorgt, wo auch die Hersteller hochwertiger Müslimischungen für den Menschen einkaufen! Wir hübschen unsere Produkte auch nicht mit Melasse oder minderwertigem Öl auf, um zum Beispiel deutlich sichtbaren Staub im Pferdefutter zu binden.

Völlig übertrieben dieser Aufwand, denkst Du? Nun, dann erinnern wir uns doch mal an einige Skandale. An die enormen Nitratmengen in Rübenschnitzeln oder an das Tierfutter, das man mit minderwertigem dioxinverseuchtem Öl vergiftet hatte! Und das sind nur die bekannten Skandale, denn man forscht bekanntlich nur da intensiv nach, wo es schon die ersten dramatischen Folgen bis in die Nahrungskette der Menschen geschafft haben! Wobei ich ein Stück weit natürlich die Motive verstehen kann, die hinter solchen Vorgängen stehen: Ein großer Markt verlangt eben nach möglichst billigen Tierfutter-Mischungen, die man als kompakte Sacklösungen ordern und ohne viel Nachdenken in die Futtertröge kippen kann. Das ist auch in den Pferdeställen oft nicht anders. Wer solche Lösungen will und kauft, der bekommt eben, was er verdient, finde ich. Und die später deshalb ggf. zu konsultierenden Tierärzte wollen schließlich auch leben…

Meine Kunden bewegen sich weit weg von diesem Umfeld. Diese Kunden wissen, dass sich niemals etwas daran ändern wird, dass man für hochwertige Produkte auch entsprechend tiefer in die Tasche greifen muss. Der Aufwand, der mit einer erstklassigen, von strengsten Kontrollen und strengster Auswahl begleiteten Produktion verbunden ist, kostet nun mal Geld. Meine Produkte sind teuer, ich weiß. Und das bleibt auch so! Billigfutter gibt’s woanders.

Solltest Du noch weitere Fragen haben, kannst Du dich gern jederzeit telefonisch (05642/9888826) oder via Mail (info@tierheilkundezentrum.de) melden



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