Verhaltensstörungen bei Pferden, ängstliche nervöse Pferde

Verhaltensstörungen bei Pferden

“Das Verhalten jeder Spezies auf der Erde hat letztendlich das Ziel, Überleben und Wohlbefinden sicherzustellen, die Fortpflanzung zu sichern und sich der natürlichen Umwelt anzupassen. Das arttypische Verhalten ist also das Ergebnis einer viele Millionen Jahre andauernden Evolution. Die Definition von Verhaltensstörungen bei Pferden und Verhaltensauffälligkeiten besagt, dass jedes Verhalten, was vom artspezifischen Verhalten abweicht, eine Verhaltensstörung darstellt. Weniger ausgeprägte oder seltener vorkommende Abweichungen bezeichnet man dabei als Verhaltensauffälligkeit, massiv ausgeprägte oder häufig vorkommende Abweichungen als Verhaltensstörungen bei Pferden!”

Verhaltensstörungen bei Pferden werden in zwei Kategorien unterteilt

1.    Echte Verhaltensstörung mit Schadenfolge (z.B. Koppen)
2.    Schadenvermeidende Reaktionen, das heißt Anpassung an den Menschen (Scheuen oder bösartiges Verhalten)

Verhaltensstörungen bei Pferden leiten sich von normalen Verhaltensweisen ab. Einige Verhaltensstörungen sind schließlich nur als solche zu definieren, da das Verhalten in ständiger Wiederholung gezeigt wird. So gehört beispielsweise das Scharren bei Pferden, aus bestimmten Anlässen kurz ausgeführt, zum normalen Verhalten. Scharrt das Pferd jedoch massiv über einen längeren Zeitraum, so wird es zur Verhaltensstörung. Weitere Auffälligkeiten sind Kopfnicken oder Kopfschlagen (Ausnahme: Headshaking, Headshaking ist eine Krankheit, keine Verhaltensauffälligkeit), Zaun-Laufen, Stall-Laufen, das Schlagen gegen Gegenstände mit dem Vorderhuf, Beknabbern anderer Pferde, Scheuen, Lecken und Holzfressen.

“In bestimmten Situationen kurz ausgeführt, gehören die oben genannten Verhaltensauffälligkeiten zum arttypischen Verhalten. Zur Verhaltensstörung werden diese Verhaltensweisen erst durch ständige Wiederholung und Steigerung in dieses Verhalten!”

Ursachen von Verhaltensstörungen bei Pferden

“Verursacher von Verhaltensstörungen bei Pferden ist grundsätzlich der Mensch, da sie aus der Missachtung der natürlichen Bedürfnisse von Pferden entstehen. Die Hauptursachen für Verhaltensstörungen sind Langeweile, Stress, Überforderung ebenso wie eine nicht artgerechte Haltung. Das Pferd ist ein Flucht- und Herdentier sowie ein Dauerfresser!”

Auch wenn wir unseren Hauspferden diese Grundbedürfnisse nicht mehr so zur Verfügung stellen können, wie sie vor Millionen von Jahren in einer natürlichen Umwelt vorzufinden waren, sollten unsere Pferde auch nach der Domestikation durch den Menschen Gelegenheit bekommen, mit ausreichenden Umweltreizen zu leben. Dies ist heute natürlich nur begrenzt möglich, da wir unsere Pferde in eingezäunten Flächen halten müssen. Aber doch können wir dafür sorgen, dass auch unseren domestizierten vierbeinigen Freunden die Grundbedingungen geboten werden, die zur psychischen und physischen Gesundheit und zum Wohlbefinden erforderlich sind.
Dazu zählen beispielsweise ausreichend Bewegungsmöglichkeit, ein frei zugänglicher Stall zum Schutz vor Witterungseinflüssen, ein ständiges Raufutterangebot und eine sozialverträgliche Herde. Dabei ist eine Herdengröße von 2 – 6 Pferden meist zuträglicher für ein stabiles Sozialgefüge als sehr große Gruppen. Auch ein ständiger Wechsel und ständige Neuzugänge in der Herde sollten vermieden werden.

Aus vielen Studien weiß man inzwischen, dass jedes Pferd bei dauerhafter Boxenhaltung Verhaltensstörungen entwickelt, nur die individuelle Reizschwelle beim einzelnen Pferd ist sehr unterschiedlich. Eine zeitlich begrenzte Fütterung von Raufutter in Verbindung mit einer Einstreu aus Alternativmaterialien fördert dies noch. In einer ständigen Boxenhaltung können die Grundbedürfnisse des Flucht- und Herdentieres nicht erfüllt werden. Wird auch noch das dritte Grundbedürfnis, die ständige Futteraufnahme durch eine strohlose Einstreu ignoriert, ist eine schwere Verhaltensstörung vorprogrammiert. Die Frage ist dann nur noch, wann diese auftritt. Sensibel reagierende Pferde können Verhaltensstörungen bereits nach wenigen Tagen zeigen, Pferde mit ausgeglichenem Gemüt erst nach Wochen oder Monaten, manchmal auch erst nach Jahren.

“Verhaltensstörungen bei Pferden sind eine Strategie, um mit Umweltbedingungen, die das normale Anpassungsvermögen überfordern, besser umzugehen!”

Optimiert man die Umweltbedingungen, so wird man auch eine starke Verminderung der Verhaltensstörungen bei Pferden feststellen können. Je länger eine Verhaltensstörung besteht, umso schwerer wird die Regulierung, da sie längst zur liebgewonnenen Gewohnheit geworden ist. Da Verhaltensstörungen eine Ventilfunktion sowie eine beruhigende Wirkung durch die Ausschüttung von Endorphinen haben, muss eine Therapie unbedingt die Ursachen aufspüren und beseitigen um dauerhaft erfolgreich zu sein!

Von entscheidender Bedeutung ist es bei Verhaltensstörungen bei Pferden, das Pferd „als Ganzes“ zu sehen. Bei meiner Arbeit schaue ich ganz genau hin und entwickele dann individuell für jedes Pferd einen passenden Therapieplan. Da hinter Verhaltensstörungen und Auffälligkeiten auch körperliche Ursachen stecken können, verschaffe ich mir einen Überblick mittels der Biofeld-Haaranalyse für Pferde. Diese hilft mir bei der Ursachenforschung, so dass ich dann zusammen mit dem Pferdemenschen ursächlich und ganzheitlich tätig werden kann.

“Besonders wichtig bei ängstlichen Pferden und Verhaltensstörungen von Pferden ist auch eine optimierte und individuell passende Fütterung für unseren vierbeinigen Freund. Allein damit ist schon viel erreichbar!”

Bei Verhaltensstörungen bei Pferden oder ängstlichen und panischen Pferden stellen auch meine Kräuter für Pferde eine wertvolle Hilfe dar. Ich setze bei ängstlichen und panisch reagierenden Pferden sowie auch bei Verhaltensstörungen und Auffälligkeiten in der täglichen Fütterung grundsätzlich meine Kräuter für Pferde Rezepturen Nehls Relaxid und für die ganz mäkeligen Pferdegaumen das annähernd geruchs- und geschmacksneutrale Nehls easy Nervo Vet ein.

Fragen zu Verhaltensstörungen bei Pferden? Gerne: 05642/9888826 oder per E-Mail.